Die Bestäubung und damit unsere Lebensgrundlagen sichern
Bienen und andere einheimische Bestäuber-Insekten sind unverzichtbar für unsere Wirtschaft, Gesellschaft und vielfältige Natur. Dank der fleissigen Helferinnen gedeihen viele Kulturpflanzen, wie Beeren, Früchte, Gemüse, Kräuter oder Raps – aber auch viele Wildpflanzen.
Rund 84 Prozent der in Europa angebauten Nutzpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen – jeden dritten Bissen verdanken wir ihnen. Allein für die Schweizer Landwirtschaft wird der Wert dieser Leistung auf bis zu 479 Millionen Franken pro Jahr geschätzt.
Fast die Hälfte der Wildbienenarten ist gefährdet
Doch Bienen und anderen Insekten geht es immer schlechter. Honigbienen, Wildbienen und andere einheimische Bestäuber-Insekten finden oft nicht genügend Blütennahrung und sichere Nistplätze. Auch Krankheiten und invasive Arten setzen ihnen zu. Schweizweit ist fast die Hälfte aller Wildbienenarten bedroht oder bereits ausgestorben – und was bisher dagegen getan wurde, zeigt kaum Wirkung.
Bevölkerung ist besorgt, der Bundesrat bleibt untätig
Die Bevölkerung und das Parlament haben die Folgen des Insektensterbens bereits erkannt: Fünf Motionen wurden seit 2013 überwiesen, vier davon einstimmig. Zwei Petitionen zum Schutz der Bestäuber erreichten 80’000 und 165’000 Unterschriften.
Trotzdem bleibt der Bundesrat nahezu untätig: Im Aktionsplan Biodiversität II stehen für die Bekämpfung des Insektensterbens innert sechs Jahren nur 3 Millionen Franken zur Verfügung – vor allem für Konzepte und Empfehlungen. Konkrete, überprüfbare Massnahmen mit klarem Zeithorizont fehlen weiterhin.
Verschwinden die Bestäuber, schwinden nicht nur unsere Ernten: Wir verlieren blühende Wiesen und artenreiche Landschaften, Ökosysteme, die Kohlenstoff binden, und unverzichtbare Nahrung für Vögel, Fische, Fledermäuse und Igel. Mit den Bestäubern stehen ganze Nahrungsketten auf dem Spiel.
Die Bienen-Initiative will das ändern: mit griffigen Massnahmen, die wirklich schützen. Bund und Kantone sollen den Rahmen für wirksame Massnahmen schaffen und die nötigen Ressourcen einsetzen. Im Fokus stehen Anreize und die gemeinsame Anstrengung, Lösungen gegen das Insektensterben zu finden. Denn was wir heute für die Bestäuber tun, tun wir für uns – und für alle, die nach uns kommen.
Call-to-action
Eine Biene besucht täglich Hunderte von Blüten. Zusammen mit ihren Schwestern sind es Abertausende! Ab sofort sammeln wir Unterschriften – dazu brauchen wir Sie/dich und Ihren/deinen Schwarm.
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